Refugee Film Cafe

Das Refugee Film Café  – ein interkultureller Begegnungsort über den Dächern der Stadt

Der Blick über die Stadt

Acht Tage lang, vom Freitag, den 10. bis Freitag, den 17. Februar 2017 bot das erste Refugee Film Café einen einzigartigen Ruhepol abseits des Trubels der Berlinale. 200 m vom Potsdamer Platz entfernt, im Penthouse des 16. Stocks eines ehemaligen Hotels eröffnete sich für die Gäste ein traumhafter Blick über die Filmstadt Berlin.

Direkt über einer Notunterkunft des DRK gelegen, begegneten sich im umgestalteten Seminarraum der ZUsammenKUNFT die unterschiedlichsten Menschengruppen: Berliner und Berlinalebesucher trafen auf Menschen, die sich vor (Bürger)-Kriegen und dem Zerfall ihrer Länder auf den Weg nach Europa und Deutschland gemacht haben. Erstmals hatten wir ein Projekt auch konsequent über Social Media beworben und eine separate Facebook Gruppe angelegt.

Wechselnde Programme, wechselnde Kuratoren

Präsentationstraining der Willkommenklassen

Berliner Integrations- und Begegnungsprojekte kuratierten abwechselnd ein tägliches Programm. Um jeweils 12, 15 und 18 Uhr präsentierten sich die einzelnen Projekte vor einem internationalen Publikum. Zusätzlich gab es Filmvorführungen von ausgewählten Kurz- und Langfilmen aus Fluchtländern, die so eine zusätzliche Perspektive auf das aktuelle Filmschaffen von Migranten boten.

Das Team der RA bot für Schüler aus Willkommensklassen Präsentations- und Kommunikationstrainings an.

Patrick and the kitchen team

Schmackhafte Spezialitäten, professionell zubereitet und kostengünstig angeboten verbanden die Esskulturen unterschiedlicher Länder und Kontinente mit der internationalen Filmszene. Kaffee und Tee wurden kostenlos ausgeschenkt. So erlaubte dieses Projekt auch Menschen mit knappem Budget, das Flair der Berlinale zu geniessen und den Puls des wichtigsten deutschen Filmfestivals aus nächster Nähe zu spüren.

Martina putting up the pictures

Der Wintergarten wurde in einen Ausstellungsraum verwandelt und es fanden auch Workshops für Kinder statt.

Neue Kooperationspartner für das RFC

Diesen einzigartigen Raum öffnen wir während der Berlinale für Dialog – über Schauspieler, Filme, das Kino allgemein, die internationale Film- und Medienkultur sowie die Situation der Neuankömmlinge in unserer Stadt, in Deutschland und in Europa. Gemeinsam organisiert von Patrick Blasa von The Source, Nadja Raabe und ihrem Team von Berlin Homes und vielen Volunteers u.a. aus Syrien, dem Irak, dem Iran, Bangladesh, Spanien wurde das Projekt ein voller Erfolg.

Film producer Tu from New Zealand at the RFC

Aus Sicherheitsgründen – das Attentat am Breitscheidplatz lag erst wenige Wochen zurück – mussten Besucher für die Dauer ihres Aufenthaltes einen gültigen Ausweis bei unserer Security hinterlegen und erhielten dafür einen Besucherausweis für das Cafe.

Da das Konzept erst Anfang Dezember 2015 entwickelt wurde, war es leider nicht mehr möglich, offizieller Partner der Berlinale zu werden. Wir hoffen, dass uns dies 2018 mit ausreichender Vorbereitung und einer Erweiterung des Konzepts gelingen wird.

Kooperation mit dem Filmclub der Ulme35

Denn diesmal ist auch der Kinosaal der Ulme mit von der Partie. Seit Februar 2017 findet dort ein regelmässiges Filmprogramm statt, bei dem immer freitags internationale Filme gezeigt werden, je nach Film mit arabischen bzw deutschen Untertiteln.

Kinostars und Geflüchtete

Tom Schilling ist da – keiner kann sich aufs Foto konzentrieren

Einer der Höhepunkte war sicher der Besuch von Tom Schilling bei der Vorführung von „Who am I – Kein System ist sicher“ am 1. September 2017.

 

 

Zwischen Hacken und Kunst

Hardy Schmitz vom Team der Ulme moderierte souverän ein spannendes Gespräch über Hackerkultur und Filmschaffen. Die Zuschauer konnten so auch viel über die künstlerische Arbeit von Tom Schilling aus erster Hand erfahren.