Heimaten auf der Heimatland

„Heimaten auf der Heimatland – Berlin/Venedig/Aleppo“ – Skulpturenwerkstatt auf der Heimatland

Mit Beginn der Berliner Sommerferien wurde am Montag, den 25. Juli 2016 im Rumpf des ausrangierten Lastenkahns „Heimatland“ eine offene Werkstatt für Objekt-Installationen zum Thema „Heimaten“ angeboten. Die inneren Bilder, die jeder Mensch mit dem Begriff der Heimat verbindet, sollen mit Hilfe der verwendeten Materialien – vom schweren Baustoffen wie Holz, Metall, Ziegel und Ytongstein bis hin zu fragilen und brüchigen Stoffen, Papiermaché oder Naturprodukten nach außen transportiert werden.

Roboter und Werkzeugnamen in verschiedenen Sprachen an der Wand

Eingeladen waren alle Berliner*innen, die sich mit diesem Thema beschäftigen wollen: Geflüchtete, Biodeutsche, Newcomer, Alteingesessene – sie alle sollen mitwirken, um die vielfältigen Facetten der „Heimaten“ aus aller Welt, die sich im kosmopolischen Berlin zusammenfinden, darzustellen und im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar zu machen.

Das Projekt war die erste künstlerische Zusammenarbeit des KREATIVHAUS e.V. mit der in Berlin seit April 2016 aktiven Refugee Academy. Der Weg von der Idee zur Präsentation wird von Fachkräften begleitet, die in Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Farsi als Dialogpartner für die Teilnehmer*nnen zur Verfügung stehen. Zusätzlich werden Workshops  von aktiven Künstler*innen durchgeführt.

Der Titel lehnt sich dabei bewusst an den Beitrag „MAKING HEIMAT – Germany, Arrival Country“ des Deutschen Architekturmuseums zur Architekturbiennale 2016 in Venedig an.

Bei „MakingHeimat – Berlin/Venedig/Aleppo“ stehen nicht zuletzt auch die Motive von Wasser und Schiffen der beiden Wasserstädte Berlin und Venedig im Vordergrund. DieWerke im als Arbeitsort und Ausstellungsraum gewählten Bauch eines nicht mehr funktionstauglichen Lastenkahns konnte so weit über das auf der Fischerinsel gelegene historische Zentrum Berlins hinaus vielfältige Dialoge anstossen.