Kick the City – Pankow

Entdecken der Stadt durch Parcourstrainings für junge Geflüchtete

Junge Männer aus Fluchtländern haben oft Schwierigkeiten, sich in die Abläufe des deutschen Schul-und Ausbildungssystems zu integrieren. Sportliche Aktivitäten sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, hier im Rahmen körperlicher Aktivität Frust und Aggressionen abzubauen und mit Altersgenossen Teambuilding zu betreiben.

Das Erleben von Gemeinschaft über Sprachgrenzen hinwegsorgt für die oftmals nötige Entwicklung eines wirklichen Selbstwertgefühls. Geleitet wird das Projekt von Teams aus Arabisch und Farsi sprechenden Sportlehrern und Sozialarbeitern.

Wie alle Projekte der Refugee Academy steht „Kick the City“ auch allen anderen Interessierten offen. Wir freuen uns vor allem sehr über junge Frauen, die Lust haben über Parcours die Stadt zu erobern.

Wer, wie, was, wann, wo ?

In wöchentlichen 90-minütigen Trainingseinheiten erleben die Jugendlichen ein neues Gemeinschaftsgefühl. Die Kombination aus Mannschaftsport (Fussball und Futsal) sowie Parcours-Training, der Wechsel zwischen Indoor- und Outdoor Aktivititäten sorgt dafür, dass die Jugendlichen ihre jeweiligen Nachbarschaften un deren vielfältige Angebote besser kennenlernen.
Jedes Training endet an einem neuen Zielort in Pankow, in dem wir zu einer Gesprächsrunde mit den dort verantwortlichen Mitarbeitern und Jugendlichen  einladen. In offenen Diskussionsformaten wird besprochen,  wie die Situation der Jugendlichen verbessert werden kann.

Geleitet werde die Trainingseinheiten von muttersprachlichen Sportlehrern und Sozialarbeitern, die so zu unabhängigen Vertrauenspersonen für die jungen Männer und Frauen werden. Ansprechpartner ist Abdullah Selah, der derzeit an der FH Potsdam Soziale Arbeit studiert.



Teilhabe, Orientierung und Sport

Das kostenlose Sportangebot wird mit Angeboten kombiniert, ermöglicht es den geflüchteten Jugendlichen, neue vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen. Im Laufe des Projektes lernen sie die in ihrer direkten Wohnumgebung existierenden Sportangeboten lokaler Vereine kennen. Die Vereine können sich wiederum für Geflüchtete öffnen.

Junge Geflüchtete als aktive Ideengeber*innen & Mitgestalter*innen

Die Diskussionen nach den Trainingseinheiten ermöglichen den Jugendlichen, ihre eigenen Ideen und Wünsche in das Projekt einzubringen. Im Sinne des Projektes „Jugendjury“ sollen neue Konzeote und Ideen für die Zukunft entwickelt werden.

Nachhaltigkeit des Projektes

Dieses Pilotptojekt stärkt die Sichtbarkeit der Sportlehrer und Sozialpädagogen aus Fluchtländern als kompetente Brückenbauer. Durch die Vernetzung mit den Pankower Sportvereinen erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, auch neue Freundschaften mit Deutschen zu schliessen. Gegenseitige Toleranz wird trainiert.

„Wandernde“ Angebote

Die Refugee Academy bietet immer wieder „wandernde Angebote“ an um verschiedene Standorte zu verknüpfen. So entstehen Synergien zwischen Geflüchteten, Deutschen und den vielen ehren- und hauptamtlich arbeitenden Umfeldern.
Der sehr persönliche Zugang durch unsere „wandernden Dozent*innen“ ermöglicht auch nachhaltige Freudnschaften. Die hohe Anzahl geflüchteter Menschen, die sich in der Nachfolge unserer bisherigen „Babelfish“-Sprachkurse bei uns oder anderen Netzwerkpartnern engagieren, belegt dies. Mit dem neuen Fokus auf arbeitsbezogenes Fachvokabular erhöhen wir nachhaltig auch die Chancen im Arbeitsmarkt.