Unterkünfte für Geflüchtete

Die RA und ihr Vorläufer, das Theaterprojekt Refugee Repertoire, haben ab September vor allem direkt in verschiedenen Unterkünften in Berlin gearbeitet. Dies lag vor allem daran, dass damals noch die wenigsten Geflüchteten sich in die Stadt hinein orientierten. Glücklicherweise hat sich dies bei den meisten Geflüchteten mittlerweile geändert. Dennoch ist es für manche Gruppen auch heute noch sehr wichtig, Erstangebote direkt in Unterkünften zu machen bekommen. Zu diesen Gruppen zählen vor allem Menschen, die Schwierigkeiten beim Spracherwerb haben und denen der Aufbau von sozialen Kontakten ausserhalb der Unterkunft daher schwer fällt.

Leider betrifft dies im erhöhten Masse immer noch Frauen. Daher versuchen wir, mit den Projekten der Girls Academy weiterhin verstärkt die Brücken zwischen dem Leben in der Unterkunft und der Teilhabe an der Stadtgesellschaft zu vermitteln.

Unterkünfte als Mikrokosmen

Jede einzelne Unterkunft für Geflüchtete ist ein Mikrokosmos mit einer eigenen, spezifischen Unterkunftskultur. Diese wird im Wesentlichen durch 4 Hauptgruppen bestimmt, die wiederum in weitere Untergruppen zerfallen können. Dies sind: die Unterkunftsbetreiber (z.B. Johanniter, Malteser, DRK oder private Träger), das Security-Personal, die Geflüchteten selbst sowie die im Unfeld der Unterkunft arbeitenden Ehrenamtlichen.

Vor allem die grosse Gruppe der Geflüchteten besteht im Normalfall nochmals aus vielen einzelnen Teilgruppen, die sich an den sprachlichen und kulturellen Eigenarten der Herkunftsländern orientieren. Ähnliches gilt in geringerem Masse auch für die Security, die Unterkunftsbetreiber und auch die Volunteers.

Für eine erfolgreiche Arbeit ist die Kooperation mit allen Partnern von entscheidender Bedeutung. So trägt beispielsweise die Teilnahme von Mitarbeitern der Security und des Betreibers bei unseren Babelfish-Basis-Theaterworkshops zum gegenseitigen Kennenlernen bei.